Rheumapraxis Bonn H. Abdellatif

Radio­synoviorthese

Die Radiosynoviorthese ist eine nuklearmedizinische Gelenktherapie. Wir können Gelenke, die von Arthrose oder einer anderen rheumatischen Erkrankung betroffen sind, damit effektiv behandeln. Wird die Therapie rechtzeitig eingesetzt, kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt oder in manchen Fällen sogar unterbunden werden. Es ist sogar möglich, eine Operation des betroffenen Gelenks mit dieser Behandlung zu vermeiden oder hinauszuzögern. In unserer Rheumapraxis in Bonn führen wir die Radiosynoviorthese als eine der wenigen rheumatologischen Praxen Deutschlands in radiologischer Kooperation durch.

Radiosynoviorthese: So funktioniert die Gelenktherapie

Wir nutzen eine Punktionskanüle, um ein radioaktives Medikament in Ihr betroffenes Gelenk zu injizieren. Es verteilt sich gleichmäßig in Ihrer Gelenkflüssigkeit. Die korrekte Einbringung überprüfen wir per Röntgenbild. Im Anschluss an die Behandlung stellen wir die behandelten Gelenke soweit möglich für 48 Stunden ruhig. Es ist wichtig, dass Sie sich in der kommenden Woche nach der Behandlung schonen.

Die oberflächlichen Zellen der Gelenkschleimhaut nehmen das Arzneimittel (Radiopharmakon) auf. Dort entfaltet es seine Wirkung. Beim Medikament handelt es sich um sog. ß-Strah¬ler. Im Gewebe haben sie eine sehr kurze Reichweite (ca. 0,5 bis 4 mm). Innerhalb dieser bis zu 4 mm wirken sie jedoch stark zellschädigend auf das erkrankte Gewebe.

Einige Zeit nach der Behandlung setzt allmählich eine lederartige Verschorfung der Schleimhautoberfläche ein. Die Schwellung der Schleimhaut lässt zu gleicher Zeit deutlich nach. Feinste Kanälchen, aus denen Flüssigkeit in das Gelenk eingedrungen war, die immer wieder zu einem schmerzhaften Erguss geführt hat, verschließen sich. Weiterhin schaltet das Medikament feine Nervenenden aus. Der Schmerz verringert sich dadurch deutlich oder verschwindet sogar ganz. Die Gelenkfunktion verbessert sich wieder.

Nach sechs Monaten tritt die endgültige Wirkung ein.

In diesen Fällen setzen wir die Radiosynoviorthese ein

Die Radiosynoviorthese eignet sich für die Behandlung schmerzhafter Gelenkerkrankungen aus dem rheumatischen Kreis. Auch die chronische Polyarthritis und die Psoriasis-Arthritis sprechen gut darauf an. Zur Behandlung aktivierter Arthrosen der Kniegelenke (wie beim sog. „Reizknie“) oder auch der aktivierten Fingerpolyarthrose ist das Verfahren ebenfalls geeignet.

Vorteile der Radiosynoviorthese

Ein großes Plus für diese Rheuma-Behandlungsmethode ist, dass wir damit Patienten, die ein großes Operationsrisiko aufweisen, helfen können. Es ist sogar möglich, die Therapie in kurzen Zeitabständen ein- bis zweimal zu wiederholen.

In Bezug auf die Begriffe „nuklearmedizinische Gelenktherapie“ und „radioaktives Medikament“ fühlen Sie sich vielleicht beunruhigt. Wir können Ihnen die Sorge nehmen. Eine größere Strahlenbelastung ist mit der Therapie nicht verbunden. Die Strahlen haben nur eine Reichweite von wenigen Millimetern und wirken sich nur auf das Gewebe in diesem kleinen Umkreis aus.

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